Streit über E-Book-Preise eskaliert – futurezone.ORF.at

Maus liegt auf einem Buch, das auf einer Tastatur liegt

Streit über E-Book-Preise eskaliert

Kategorie: USA
30.01.2010|Erstellt um 12:23 Uhr

US-Verlage und der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon streiten seit längerem über die Preisgestaltung bei E-Books. Nun droht der Disput zu eskalieren. Amazon stellte den Verlegern die Rute ins Fenster und nahm die Titel des US-Großverlages Macmillan kurzerhand aus dem Angebot.

Seit Freitag suchen US-Kunden von Amazon vergeblich nach Titeln des US-Verlages Macmillan, der unter anderem die Autoren Hilary Mantel und Jeffrey Eugenides unter Vertrag hat. Zwar gibt es keine offizielle Stellungnahme zum Verschwinden der Bücher aus dem Amazon-Angebot, der Grund für die Ausmusterung dürfte jedoch in einem seit rund einem Jahr gärenden Konflikt zwischen dem Online-Einzelhändler und US-Verlegern über die Preise von E-Books liegen, berichtete die “New York Times” (“NYT”) am Samstag.

Weil Macmillan eine Anhebung der Verkaufspreise seiner E-Books für die Kindle-Plattform um 50 Prozent erwirken wollte, habe Amazon die Titel des Verlages vorübergehend ausgemustert, so die Zeitung unter Berufung auf eine mit der Situation vertraute Person. Lediglich über Drittanbieter können Macmillan-Bücher auch weiter über Amazon.com erstanden werden, wie ein Blick auf die Website zeigt.

Verlage wollen bei Preisgestaltung mitreden

Amazon bietet in den USA die elektronischen Ausgaben von Bestsellern üblicherweise für rund zehn Dollar (7,1 Euro) zum Download an. Den Verlagen ist das Preisdiktat des weltgrößten Online-Einzelhändlers seit langem ein Dorn im Auge. Sie wollen bei der Preisgestaltung mitreden und streben Preise von rund 15 Dollar (10,7 Euro) für E-Book-Bestseller an.

Dabei verdienen die Verlage mit dem Verkauf ihrer E-Books auf Amazon zumindest mit Bestsellern nicht schlecht. Obwohl der E-Book-Händler Verkaufsschlager für zehn Dollar verkauft, erhalten die Verlage die Hälfte des Verkaufspreises der Hardcover-Ausgabe, üblicherweise rund 15 Dollar, für einen verkauften Bestseller. Bei Katalogware werden die Einnahmen aus dem E-Book-Verkauf laut Marktbeobachtern geteilt.

Verluste bei Bestsellern

Amazon nehme die Verluste bei Bestsellern in Kauf, um seine Vormachtstellung am E-Book-Markt abzusichern und den Verkauf seines Lesegerätes Kindle zu fördern, rechnete vor kurzem das “Wall Street Journal” (“WSJ”) vor. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Amazon bislang rund drei Millionen Stück seines E-Book-Lesegerätes Kindle verkauft hat.

Die Marktmacht Amazons macht wiederum den Verlegern Sorgen. Sie fürchten die Kontrolle über den Vertrieb ihrer Inhalte zu verlieren und drängen vehement auf Mitsprache bei der Preisgestaltung.

Apple lockt Verleger

Das will der US-Unterhaltungselektronikhersteller Apple für sich nutzen, der am Mittwoch sein Tablet iPad vorstellte und künftig auch elektronische Bücher verkaufen will. Apple lockt die Verlage mit Zugeständnissen. Sie sollen die Preise selbst bestimmen können. Kolportiert werden Apple-Verkaufspreise für E-Books zwischen 13 und 15 Dollar. 70 Prozent davon sollen an die Verlage gehen.

Die Verlage bekommen zwar von Apple für Bestseller in Summe weniger als von Amazon. Sie behalten aber die Kontrolle über die Preisgestaltung. Als einer der ersten US-Verlage hat auch Macmillan einen Vertrag mit Apple unterzeichnet.

Verlage bremsen

Andere große US-Verlage steigen unterdessen bei der Veröffentlichung von E-Books auf die Bremse. Vor kurzem kündigte etwa Simon & Schuster an, ausgewählte elektronische Versionen von Neuerscheinungen erst vier Monate nach der Hardcover-Veröffentlichung anbieten zu wollen. Laut “Wall Street Journal” hat auch die Hachette-Gruppe ähnliche Pläne. Die Verlage wollen so Einbußen beim Verkauf der Hardcover-Ausgaben eingrenzen, die wesentlich teurer sind als ihre elektronischen Pendants.

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(futurezone)

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Facebook for Silverlight Puts a Dark, Stylish Facebook on Your Desktop

Windows/Mac: Back in November, Microsoft featured an attractive Facebook client to demo Silverlight 4, and many people wondered where it went. Well, Microsoft has finally released the fancy Facebook client for download, and it has almost everything you could want from Facebook.

Above all, this app is beautiful, certainly more beautiful than Fishbowl, the client that was released after Silverlight’s introduction and confused many by its lack of similarity to the client demoed. Not only does it have cool photo grids integrated into your news feed, but there are some really cool (but subtle) sweeping animations when viewing photos in an album. It even features a photo uploading tool to replace Facebook’s mediocre uploader.

Viewing photos is certainly where Silverlight’s strengths come into play the most, but the app has pretty much every other part of Facebook integrated—you can view your news feed, friend list feeds, profiles, and even your inbox. You can view a list of upcoming events, but the event pages themselves are not integrated—clicking on it will take you to the event’s Facebook page in your browser. The app doesn’t currently support chat, which isn’t really a drawback due to Facebook chat’s suckage—but if you are that addicted to Facebook chat, you can already get it on your desktop easily through a client like Pidgin or Adium.

The app has a few minor bugs, which is to be expected due to the fact that it’s still a developer preview. It’s supposed to have TweetDeck-style notifications, which I’m not seeing, and sometimes new posts just don’t load. A new post on my wall showed up in my news feed but took awhile before it showed up on my wall, so it seems there’s a bit of a delay in updates. In addition, it seems you can’t use your scroll wheel in the application—you actually have to click the arrows or the scroll bar to scroll up and down. These things are hardly a deterrent, though—if you, like many, have been looking for a desktop version of Facebook since 2005, this looks like the app to use.

The Microsoft Silverlight 4 Beta Client for Facebook is a free download, requires Windows or Mac OS X with Microsoft Silverlight to use.

Send an email to Whitson Gordon, the author of this post, at whitson@lifehacker.com.

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